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Gleich zwei unserer Werkstudierenden haben ihren Bachelorabschluss in der Tasche: Paula Komprecht und Rüdiger Sohr. Beide Abschlussarbeiten entstanden in Kooperation mit mellon und beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen aus den Bereichen Wasserbau, Umwelt und Nachhaltigkeit.
„Ottergerechte Querungshilfen – planerische Bewertung verschiedener Varianten anhand von zwei Engstellen in Brandenburg“
Paula Komprecht (Bauingenieurwesen, HTWK Leipzig) untersuchte in ihrer Bachelorarbeit, wie bestehende Barrieren an Gewässern für den Fischotter sicher und naturnah überwunden werden können.
Im Mittelpunkt standen zwei Gefahrenstellen für Fischotter in Brandenburg, an denen Straßen und wasserbauliche Anlagen seine natürlichen Wanderrouten unterbrechen. Auf Basis von Standortanalysen, Vor-Ort-Begehungen und Literaturrecherchen entwickelte Paula verschiedene Lösungsansätze, darunter Trockentunnel, ottergerechte Bermen, Laufbretter und Schwimmbermen. Die Varianten wurden anschließend anhand ökologischer, technischer, wirtschaftlicher und baulicher Kriterien in einer eigens entwickelten, gewichteten Bewertungsmatrix verglichen. Das Ergebnis: Es gibt keine Standardlösung. Während an einem Standort die Nachrüstung mit einer Berme die geeignetste Variante darstellt, ist an dem anderen die Kombination aus Trockentunnel und Leiteinrichtung die beste Option. Die Arbeit zeigt, dass ottergerechte Querungshilfen einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Durchgängigkeit leisten können, ihre Ausgestaltung jedoch individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss.
„Methodenentwicklung zur räumlichen Verschneidung sozialer und klimatischer Vulnerabilität – ein GIS-basierter Ansatz am Beispiel Markkleeberg“
Rüdiger Sohr (Geografie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) verband in seiner Arbeit zwei Perspektiven, die in der Klimaanpassung oft getrennt betrachtet werden.
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung eines GIS-basierten Analyseansatzes, der klimatische Einflussgrößen aus Satellitendaten mit sozialstatistischen Informationen verknüpft. Dafür wurden unter anderem Landoberflächentemperaturen, Vegetationsdaten, Zensusinformationen und Geobasisdaten zusammengeführt und auf Flurstücksebene ausgewertet. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass sich räumliche Schwerpunkte erhöhter Hitzevulnerabilität identifizieren lassen und GIS-gestützte Analysen eine wertvolle Grundlage für kommunale Planungs- und Klimaanpassungsprozesse bieten können.
Wir freuen uns, dass wir Paula und Rüdiger während ihrer Arbeiten begleiten durften und gratulieren ihnen herzlich zu diesem Erfolg!

